Inkognito Schriften

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Wer etwas zu sagen hat, darf seiner Denkweise gern eine Zugehörigkeit verleihen.

Der Anspruch an eine Autorenangabe besteht seitens der Bloggerin.

(Bild gefunden auf: www.wissen.de)

Das letzte Wort…

… ist noch nicht gesprochen, jedenfalls bin ich mir, über meine Endauffassung dieser heiklen Thematik nach den zahlreichen Kommentaren (wenn auch nur bei facebook), eines sicher: Durch die breite Palette an Interpretationen hat es zu einer erfrischenden und kontroversen Debatte geführt. Da ein Streitgespräch auch im Stande sein sollte eine Tendenz hervorzurufen, geben die paar gesammelten Eindrücken meinerseits folgendes Bild:

Viele sind sich über einen sogenannten “Tabubruch” einig und machen auch keinen Hehl daraus: Es sei schlichtweg eine Übertreibung. Die Mehrheit ist sich zwar der künstlerrischen Freiheit von Kabaretten im Klaren, nur hat wohl auch diese Freiheit Grenzen.

Auch die Vermutung, die Intention der Zwickmühle sei die “Relativierung des Holocausts” (Wortlaut von Sören Herbst), sei abwegig.

Einige Wenige haben gleich die Chance genutzt, das Harzt IV – Reglement als positives Maßnahme gegen die Massenarbeitslosigkeit zu deklarieren.

Resümee: Es bleibt die Frage für mich offen, ob bei aller notwendigen Erörterung innerhalb einer Demokratie, ein einfach Hinweis per eMail an die Zwickmühle ausgereicht hätte, oder die Alarmierung der Regionalzeitung nicht doch den Anschein erweckt, dass sich nur jemand besonders als Wohltäter aufspielen wollte?

Stellungnahme der Zwickmühle

Wer in dieses Titelbild derartiges hineininterpretiert, macht das nicht mit lauterer Absicht, zumindest aber in Unkenntnis dessen, dass es sich um eine satirische Collage handelt. Wenn Kunst nicht mehr überspitzen darf, dann kann man sie auch gleich verbieten. Uns ging es keinesfalls um eine Relativierung des Holocausts – so etwas kann nur jemand behaupten, der nicht weiß, welchen Inhalt unsere Kabarettprogramme haben. Sonst müsste er unsere Haltung zu diesem Problem kennen. Diese Collage soll auch in keiner Weise die Opfer des Holocaust verhöh-nen, wie uns unterstellt wird, sondern vielmehr ein Schutz der Hartz IV-Betroffenen sein, die unfreiwillig in diese Lage geraten sind, aber von der Politik immer mehr an den Rand eines „werten Lebens“ gedrängt werden. Wenn sich Herr Herbst darüber empört, sollte er sich auch dessen bewusst sein, dass es auch „DIE GRÜNEN“ waren, die die Hartz IV Gesetze mit auf den Weg gebracht haben. Herr Koch sagt, dass er Instrumente einsetzen will, damit Hartz IV nicht als angenehme Variante angesehen wird – darüber regt sich Herr Herbst offensichtlich nicht auf. Wir schon. Deshalb wollten wir diese Haltung satirisch überspitzt den Leuten vor Augen halten. Vor allem die Konsequenzen, die daraus entstehen können und welchen Leuten diese Art der Argumentation wirklich dienen könnte. Satire muss so etwas dürfen. Sie braucht aber nicht allen zu gefallen.

(Gefunden auf: http://magdeburger-zwickmuehle.de/index.php3. Am: 02.02.2010)

Jetzt ist aber genug!

Februar 1, 2010 nicole2020 1 Kommentar

Es ist unglaublich, dass sich Sören Herbst (www.soerenherbst.de) öffentlich über das neue Programmheft der Magdeburger Zwickmühle aufregt. Es handelt sich hierbei um den gewagten Titel “Hartz IV macht frei”, nur dumm, dass er sich als Grenzzieher des guten Geschmacks outet (siehe Homepage). Des Weiteren saß Herbst noch nie in einer Vorstellung  der Magdeburger Zwickmühle (Behauptung überprüft!) UND der Untertitel präsentiert eindeutige Hinweise auf den Inhalt des Stücks: Die Missstände der Harzt IV Regelungen werden dargelegt.

Als Mitglied des Stadtrates der Grünen sollte Herrn Herbst DAS eigentlich interessieren und nicht sein Auftreten als Wohltäter der ewigen gestellten Schuldfrage Deutschlands UND darüber hinaus allem Anschein nach sich seines Bekanntheitsgrades bedienen.

Ich tendiere schier dazu, ihm trotz seiner Mitgliedschaft im Kulturausschuss, maßloses Übertreiben und Wichtig-Tuerei vorzuwerfen. Nicht nur auf seiner Homepage, sondern auch die Regionalzeitung Magdeburgs „Die Volksstimme“ musste er sofort –alarmieren-.

Da stellt sich mir die Frage, wer, wenn nicht ein Kabarett, darf sich solch einen gewagten Titel ausdenken? Es ziert doch nicht die Tagesordnung der nächsten Sitzung im Innenministerium. Alle, die schon einmal in den Genuss einer Aufführung kamen, wissen, dass besonders das Kabarett satirisch und provokativ auf politische Missstände hinweist und das eben manchmal sehr überspitzt. Es geht hier nicht um die Relativierung des Holocausts (so die plakative Anschuldigung von Herbst), sondern um die oft schwere Situation von Harzt IV – Empfängern!!!

Unterkriegen lassen, ja…

Januar 20, 2010 nicole2020 1 Kommentar

… ich hab darüber nachgedacht, ob mein erster Blog hier als gescheiterter Versuch meinerseits ad acta gelegt werden sollte:      Aber nö.

Selbst Kurt Tucholsky meinte: “Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.”

Ich bin nicht narzistisch veranlagt, aber ich hab Freude am Schreiben und exakt das werd ich auch weiter tun.

Ich werde die Themen ausweiten, also alles eben erörtern, was mir durch den Kopf geht. Ob das nun den anonymen Kommentatoren gefällt, werde ich wohl nie erfahren, immerhin kann man von ihnen nichts Konstruktives erwarten.

Also, in diesem Sinne: Frohes Schaffen und danke für die vielen Nachfragen, wann ich denn endlich Mal wieder einen Artikel verfasse. Achso und am Ende noch der Hinweis, dass mein Blog sogar schon im Schulunterricht vorgezeigt wird. Hehe, Bloggen macht populär!!!   ;-)

In diesem Sinne: Weiter gehts…

Spendenaktion der Juso-HSG

Die Rote Schleife

 

Am ersten Dezember wird nicht nur das erste Türchen geöffnet!

= Welt-Aids-Tag –> Spendenaktion der Juso-HSG vor der Mensa der OvGU.

Zeigt Solidarität und spendet für die Aidshilfe Magdburg!

Die Pharmaunternehmen kennen keine Wirtschaftskrise

November 3, 2009 nicole2020 8 Kommentare

Es ist doch verblüffend, dass wir heute einfach nur noch zum Arzt gehen, wenn uns ein Wehwechen plagt. Dann erhalten wir unser Pillchen gegen die Beschwerden oder eine Dosis von diesem und jenem gespritzt.

“Darf es heute etwas gegen die alljählich kommende Grippe sein?”

Aber ist dabei schon mal jemanden aufgefallen, dass es bestimmte Krankheiten erst seit dem Beginn der ganzen Impferei gibt? In den 80er Jahren begann man mit sogenannten Massenimpfungen. Und: Diabetes ist keine Zuckerkrankheit, die es schon Ewigkeiten gibt. Das ist nur ein Beispiel für die gewagt aufgestellte Proportionalität: Je mehr wir gegen irgendetwas geimpft werden (betont sei hier gegen Viren, die wir nicht im Körper haben), desto mehr neue Krankheiten entwickeln sich. Die Pharmazeutischen Unternehmen dürften kausal betrachtet wenig von der schwächelnden Wirtschaftslage merken. Wer fragt sich außerdem heute noch, warum er Kopfschmerzen hat (eine beispielhafte Aufzählung würde hier definitiv den Rahmen sprengen), ein Griff zur “kleinen” Hausapotheke ist doch wesentlich simpler. Schade für unseren Körper, aber die Regierung kann uns nicht vorwerfen, nichts für die Expansion der deutschen Wirtschaft getan zu haben!

Die neue Ära der Angstmache: BSE, ähm Vogelgrippe, ähm Schweinegrippe

November 3, 2009 nicole2020 9 Kommentare

Virus Mal wieder ein bisschen Unruhe gefällig?

Aber beängstigend ist nicht das Virus an sich, sondern wirklich beängstigend sind doch die Reaktionen der Bürger. Endlich können wir die deutschen Praxen einrennen und ausgerechnet jetzt fehlen schon die ersten Impfstoffe. Da lässt uns selbst der Gedanke an die angeblichen Luxusbestellungen für Politiker und Co. kalt.

Müssen wir uns immer vorsorglich gegen etwas schützen, was wir gar nicht haben?

Wir nehmen doch auch keinen Regenschirm mit, wenn draußen die Sonne scheint, oder?

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England kriegt ihn doch auch hoch- den Mindestlohn.

November 3, 2009 nicole2020 6 Kommentare

Warum die Deutschen nicht? Die Engländer haben es par Exellence vorgemacht.

Die Einführung des Mindestlohns.Mindestlohn stößt nicht immer auf breite Zustimmung Jetzt können die Ersten aufspringen und rufen: “Wir haben doch stellenweise diesen wunderbringenden Mindestlohn in Deutschland”, aber die Fürsprecher lassen bei dieser Diskussion nicht lange auf sich warten. “Die britische Erfolgstory” nennt Dr. Gerhard Bosch das sachliche Resultat der Treffen aus sozialen und wirtschaftlichen Reihen 1999 in Großbritannien.  Auch wenn die im Bundestag vertretenden Parteien (und nicht nur diese am Hauptschalter der Gesetzesformulierung Sitzenden) derzeit mehr Facetten von Ausrichtung, Höhe, Branchenbreite und wahrscheinlich auch bereits Erfolgsquoten berechnen, wird es doch voraussichtlich kein Happy End wie vor 10 Jahren in England geben. Fehlende Kompromissbereitschaft scheint hier nur ein Grund zu sein – denn wer kann sich schon vorstellen, dass Vertreter aus Wirtschaft und Sozialverbänden an einem Tisch solange diskutieren, bis eine einheitliche Vorgehensweise, oder naiv gesprochen ein Gesetz entsteht? Der Professor am Institut für Soziologie in Duisburg/Essen betont, dass trotz negativer Beschäftigungseffekte der Mindestlohn nicht “an sich” der Beschäftigung schadet. Das Hauptargument, welches vor allem auf neoliberaler Seite großen Anklang findet: es käme zu zahlreichen Entlassungen, weil das Personal nicht mehr zu finanzieren sei, ist demnach ad absurdum.

Wen diese polemischen Zeilen nicht überzeugt haben. Hier noch ein paar ergänzende Fakten:

Es stimmt nicht, dass ein Mindestlohn Arbeitsplätze vernichtet. “Kleinere Unternehmen können ihr Personal nicht weiter bezahlen”, heißt es oft. Aber: Der DGB weist extra darauf hin, dass “Mindestlöhne Lohnarmut [verhindern], mehr Nachfrage [schaffen], mehr Zuversicht und damit auch neue Jobs.” Mindestlöhne führen zu Preissteigerungen, da so erst die Beschäftigten weiter entlohnt werden könnten. Da Kunden auf andere Produkte oder Dienstleistungen ausweichen, müsse dem Personal gekündigt werden. Aber für den Unternehmer stellen Personalkosten nur eine Komponente der Ausgaben dar. Kausal können sie sich auch nur bedingt, auf die angeblich damit verbundene Preiserhöhung berufen.

In England war keiner dieser Effekte zu erkennen. Weder der Preis ist gestiegen, noch mussten Beschäftigte nach Hause gehen. Einen Nachteil gab es: Der Unternehmer hatte teilweise weniger Gewinne zu verzeichnen.

Wer mit allen Vorurteilen über den Mindestlohn aufräumen will, kann sich beim DGB weiter informieren.  (http://www.mindestlohn.de)

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Nach den Koalitionsverhandlungen

Nach den Koalitionsverhandlungen ist vor dem "Gepolter"

Die Simpsons beweisen mal wieder, wie sie sich tiefgründig mit aktuellen politischen Richtungswechseln befassen können.

Ein Hoch auf Mr. Burns!                                                                           (Gefunden bei nerdcore.de)

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